GAMU Gesellschaft für angewandte Mykologie und Umweltstudien mbH (Gamu) - Institut für Pilzforschung
Pilze / Definition "Nutzpilze" / Bei Waldschutzmaßnahmen und Einzelbaumbehandlung
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Für Waldschutzmaßnahmen und Einzelbaumsanierung können so genannte Ektomykorrhizapilze verwendet werden. Es sind Großpilze, die vornehmlich mit Bäumen eine enge Lebensgemeinschaft eingehen, aus der beide Parteien Vorteile ziehen. Zu den Ektomykorrhizapilzen zählen solche bekannten Arten wie der Steinpilz, Pfifferling und die Trüffel. Weniger bekannt, doch umso effektiver sind der Kahler Krempling und der Erbsenstreuling. Sie alle üben eine überaus positive Wirkung auf die Entwicklung des Waldes und auf die von Einzelbäumen aus. Sie können sie auch vor Schädlingen schützen. Deshalb werden Ektomykorrhizapilze gezielt in der Forstwirtschaft und im Landschaftsbau eingesetzt. So zum Beispiel bei der Revitalisierung alter liebeswerter Bäume und bei Aufforstungsmaßnahmen. Die Kultivierung von Ektomykorrhizapilzen erfolgt im Laboratorium. Die Erzeugung von Fruchtkörpern von Ektomykorrhizapilzen ist bisher allerdings nicht geglückt. Man beschränkt sich auf die Vermehrung des Pilzgeflechtes (Myzel) in oder auf einem geeigneten Träger und setzt es auf unterschiedliche Weise bei der Anzucht von Baumsämlingen, bei Auffrostungsmaßnahmen und bei Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen von Solitärbäumen ein. Die Erzeugung des Pilzgefechtes in großtechnischem Maßstab ist im Grunde gelöst, muss aber noch optimiert werden. Weitere Forschung ist erforderlich, um Ektomykorrhiza-Pilzstämme zu gewinnen, die spezielle Anforderungen erfüllen können (Aufforstung auf belasteten Standorten, Alleen- und Parkbaumsanierung u. a.).

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