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Einige Großpilze verfügen über die Fähigkeit äußerst komplizierte Kohlenwasserstoff Moleküle zu zerlegen und vollständig abzubauen. Diese Fähigkeit kann man dafür nutzen, um organische Schadstoffe im Boden, Wasser oder der Luft zu eliminieren. Für derartige umwelttechnische Maßnahmen, ist unter anderem der wohlbekannte Speisepilz, der Austernpilz, geeignet. Er hat seine Fähigkeit bereits in Experimenten und sogar in einem großtechnischen Ansatz unter Beweis gestellt, in dem mehrere Tausend Tonnen von Teer verseuchter Erde dekontaminiert wurden. Der Einsatz von Großpilzen bei umwelttechnischen Maßnahmen steckt heute noch in den Kinderschuhen. Dass es möglich ist, konnte bewiesen werden. Die zielgerichtete Forschung in diesem Bereich der angewandten Mykologie ist aber entscheidend davon abhängig, wie groß der Bedarf an biologischen Sanierungsmaßnahmen ist. Ist man noch vor etwa zehn Jahren von einem sehr großen Bedarf ausgegangen, scheint das Problem heute nicht mehr ganz so dringen zu sein.
Die Optimierung der Erzeugung der Pilzbiomasse wäre in diesem Bereich ein wichtiges Forschungsziel. Ebenfalls wichtig wäre die Prüfung und Selektion besonders effektiver Pilzstämme. Schließlich müsste noch die Technik erheblich verbessert werden, die dafür sorgt, dass die Pilzbiomasse und das Material, das dekontaminiert werden soll, miteinander intensiv vermischt werden können.
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