GAMU Gesellschaft für angewandte Mykologie und Umweltstudien mbH (Gamu) - Institut für Pilzforschung
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Drei Gründe dieses Seminar zu besuchen:

1. Laut Statistik ist der Garten des Deutschen sein zweitliebstes Kind. Etwa 18 Millionen Landsleute hegen und pflegen alljährlich ein Stück Land zwischen Aachen und Frankfurt an der Oder und sorgen dafür, dass Blumenpracht, in letzter Zeit zunehmend auch Obst und Gemüse, gedeihen. Viele von den Gartenliebhabern legen mittlerweile auch Pilzkulturen an, haben doch einige Speisepilze seit geraumer Zeit einen festen Platz unter den anbauwürdigen Gewächsen erlangt. Auch Sie sollten sich das Erlebnis nicht vorenthalten, diese merkwürdigen Gewächse im eigenen Garten anzusiedeln und zum Wachsen zu bringen.

Hinzu kommt die Tatsache, dass die Gestaltung der Freizeit ein Problem ist, womit heute bekanntlich immer weniger Menschen zurecht kommen. Somit erhält die Pilzkultivierung als Freizeitbeschäftigung sogar eine sozialpolitische Komponente, da sie Erfolgserlebnisse vermittelt und zur Selbstbestätigung führt. Wird doch ein Stück Geheimnis der Natur entlockt, indem diese merkwürdigen Gewächse im Garten angesiedelt und zum Wachsen gebracht werden

2. Pilzanbau ist im Gegensatz zur Pilzsammlung in Wald und Flur aktiver Naturschutz.

Die meisten Laien unter den Pilzsammlern (deren Zahl zu bestimmten Jahreszeiten beträchtlich ist) wissen es nicht, dass viele Pilze, unter ihnen solche begehrten und wohlschmeckenden Arten wie Pfifferling, Steinpilz, Rotkappe, Birkenpilz, um nur einige zu nennen, im Waldökosystem eine wichtige Rolle spielen. Sie leben in Gemeinschaft (Symbiose) mit den Bäumen, versorgen sie mit Bodennährstoffen und Wasser und erhöhen dadurch ihre Überlebenschancen unter den heutigen, verstärkten Stressbelastungen. Deshalb ist das unsachgemäße und übertriebene Sammeln von Wildpilzen schädlich für das Waldökosystem und kann auch zu Waldschäden beitragen. Aus diesem Grund wird allen Pilzliebhabern, die über entsprechende Möglichkeiten verfügen, empfohlen, anstatt zu sammeln, schmackhafte Speisepilze selbst zu kultivieren.

3. "Wer Pilze isst, lebt länger"! Dieser Werbespot enthält mehr als nur ein Körnchen Wahrheit. Die Tatsache, dass zahlreiche Pilze eine gesundheitsfördernde, ja sogar Heilwirkung haben, verdient künftig mehr Beachtung. Die wachsende Akzeptanz der Naturprodukte in Deutschland und eine zunehmende Aufgeschlossenheit der Bevölkerung für Naturheilverfahren, ist eine günstige Voraussetzung auch die Pilze in diesem Zusammenhang ins Gespräch zu bringen.

Neure Untersuchungen haben gezeigt, dass Pilze reich sind an Vitaminen, insbesondere an Vitaminen der B-Gruppe, sowie an Vitamin D. Sie sind kalorienarm, salzarm, purinarm, reich an Ballastoffen, Mineralien (Kalium, Phosphor, Eisen) und Spurenelementen (Kupfer, Zink, Selen). Deshalb sollte man öfters frische Pilze verzehren, am besten aus der eigenen Zucht.

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